Ab und zu trifft man jemanden, dessen Mission “sich finden” ist. Ich habe das Konzept dieser Idee nie wirklich verstanden. Was genau versuchen iese Leute zu finden? Ist es ihr wahres ich, so wie sie ohne die Einflüsse unserer Gesellschaftwären, oder ist es wie sie selbst sein wollen?
Diese Selbstfindung kann einigermassen realistisch in ihrem Heimatland sein, aber ich finde die Idee lächerlich sich beim reisen zu finden. Warum denken diese Leute, dass sie sich in der fremden Umgebung im Ausland finden können, wenn sie das nicht mal in der Vertrautheit ihres Zuhauses geschafft haben?
Der Ausdruck an sich bedeutet, dass sie sich irgendwie irgendwo einmal verirrt haben, ansonsten macht es keinen Sinn sich auf die Suche nach sich selbst zu begeben. Und offensichtlich haben sie ein Problem damit, dass sie sich verloren haben. Vielleicht sind sie nicht glücklich mit sich selbst und wollen Dinge änden. Aber es ist komisch wie naiv manche Leute sind. Reisen ist kein Express Ticket zu einer neuen Persönlichkeit. Es stimmt, dass Reisen Leute verändert. Ohne meine Trips wäre ich nicht die Person, die ich heute bin. Aber selbst beim Reise, mit all seinen tollen Erfahrungen und Eindrücken, ist das ein allmählicher Prozess und geschieht nicht über Nacht oder während einem zwei Wochen Trip.
Ferner glaube ich, dass dadurch ein Teil der Reiseerfahrungen weggenommen werden. Wieviel kann man wirklich aufnehmen, wenn man nach sich selber in jeder Ecke schaut, wenn man neue Kulturen erforschen, neue Erfahrungen machen und neue Freunde finden sollte…
Das gleiche gilt auch für all die Probleme, die man so mit sich herum trägt. Wie viele Paare kennst Du (oder sollte ich ‘kanntest’ Du sagen?), die sich entschlossen haben eine kleine Auszeit von ihrer Routine zu nehmen um auf Reisen oder einen Urlaub zu gehen, nur um sich dann nach ein paar Wochen zu trennen? Reisen löst keine unserer Probleme, bestenfalls versteckt es sie irgendwo, wo man sie leicht nach unserer Rückkehr wieder hervorholen können. Wahrscheinlich werden die Probleme von Zeit zu Zeit versuchen zur Oberfläche zu kommen. Wenn jemand zuviel Alkohol trinkt, dann wird er nicht plötzlich ein Verfechter der AA werden, nur weil sein Lieblingspub am anderen Ende der Welt ist.
Aber Reisen gibt uns die Möglichkeit diese Änderungen, über die wir immer an Sylvester nachgedacht haben und während dem Countdown zum Neuen Jahr vergessen haben, wirklich in Angriff zu nehmen. Die üblichen Verlockungen gibt es nicht mehr, man befindet sich nicht mehr im normalen Tagesablauf und wir können mehr oder weniger tun, was wir wollen. Das einzige was wir dazu benötigen ist Geduld und Zeit. Und wer weiss, vielleicht stolpern die einen oder anderen ja wirklich über ihr verlorenes Ich.
Tags: Erfahrung
























dominique - 7 April 2008 @ 0:25
I think the key here is if someone can take what they learned traveling HOME. And use that when they try to “find themselves”. You’re right, you don’t do the finding while traveling.
traveljunkie - 11 April 2008 @ 12:34
You’re so right, Dominique. Sometimes it takes somebody else to express what you’re thinking…
Mark - 14 April 2008 @ 13:05
Yeah, it’s more about the experiences on the road… I think the whole “finding myself” might also translate in to the following:
Do I want to keep doing what I am doing back home? Do I want to indulge in a 9 to 5 job already or do I want to do something else with my life?
Do I want to live my life the way I am doing now? And those answers might be found not at home but somewhere else…
Although I do agree traveling is not a way to solve you’re “problems” back home, cause it’s basically running away from them……
NomadicMatt - 23 April 2008 @ 20:10
Sorry ur traffic is down but now i just bumped it out!!!
Kelsie - 28 Mai 2008 @ 1:33
I think the whole point of traveling in order to find yourself is to get away from the routine. We get so wrapped up in our day to day existence that we forget to try new things and be inspired by everyday things and we keep plodding along doing the same old thing no matter how unhappy we may be with our lives. By leaving it all behind you are forced to examine your inner-being away from the routine of home and realize what really makes you happy. You can discover what you are truly passionate about without being swayed by the automatic reactions we are programed to feel by our lives at home.
ovidiu - 28 Mai 2008 @ 13:42
I kind of agree with all of you.
People set out traveling with the idea to “find themselves” but I guess most of them rather give that up early and just enjoy themselves, which brings them closer to their goal than their first intention they started out with :-)
BUT traveling, gives you peace of mind, i.e. I am an IT guy, so whenever I travel, I try to get away for at least a month and then it will be no emails, no watches, no schedules, just go with the flow.
So in my particular case, to cite your first part of your post, I guess traveling means to be how I would be without society’s influence.
GerhardNL - 30 Mai 2008 @ 18:22
I just stumbled upon this website by coincidence, but bookmarked it right away after reading this, because it’s so true!
I traveled round the world for 5 months last year with my (now) ex-girlfriend, so I feel I can relate to this. Long story short: I ended up ‘finding myself’ (a term that has a different meaning for everyone imho) back home AFTER traveling, even though I didn’t even plan on that to happen to begin with.
Thanks for this article!
traveljunkie - 31 Mai 2008 @ 12:44
No problem, Gerhard. Glad you like it!